Übersicht

Verbrennungsvorgang

 

Der Verbrennungsvorgang

ist eine chemischen Reaktion, bei der sich ein brennbarer

Stoff mit Sauerstoff verbindet. Dieser Vorgang wird als „Oxidation“ bezeichnet,

der dazu erforderliche Sauerstoff wird im Allgemeinen der Luft entnommen.

 

Formen der Verbrennung

Feste, nicht schmelzende brennbare Stoffe verbrennen in Form von Glut!

Brennbare Gase und die Dämpfe brennbarer Flüssigkeiten verbrennen in Form

von Flammen!

 

Der Flammbrand,

der meist auch bei einem Glutbrand auftritt, ist die Verbrennung

von Gasen, welche durch die Einwirkung der Verbrennungswärme aus

dem festen brennbaren Stoff ausgetrieben werden (z.B. bei Holz, Papier,

Textilien u.ä.).

 

 

 

Voraussetzung für die Verbrennung

Für die Verbrennung müssen vorhanden sein:

■ Ein brennbarer Stoff

■ Sauerstoff

■ Wärme - zum Erreichen der Zündtemperatur bzw.- zum Halten der Verbrennungstemperatur

■ Die Reaktionsbereitschaft zwischen dem brennbaren Stoff und Sauerstoff

(z.B. richtiges Mengenverhältnis der brennbaren Gase und Dämpfe mit Luft)

Treffen diese Voraussetzungen zusammen, kommt es zur Verbrennung.

Im Folgenden werden die einzelnen Begriffe näher erklärt:

 

Brennbare Stoffe

Nach ihrem Brennverhalten werden die brennbaren Stoffe in Brandklassen

eingeteilt.

 

Neben der Einteilung in Brandklassen, werden die brennbaren Stoffe auch noch

nach ihrem Zünd- und Brennverhalten beurteilt:

 

■ Entzündbarkeit (schwer- leicht- selbstentzündlich)

■ Brennbarkeit (schwer- normal- leicht brennbar)

■ Verbrennungsformen - Glut: Temperatur ca. 500 - 1000 °C

- Flamme: Temperatur ca. 1000 - 2000 °C

 

Sauerstoff

Sauerstoff ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das zu 21 % in der

Luft enthalten ist. Sauerstoff selbst ist nicht brennbar, ohne Sauerstoff ist aber

keine Verbrennung möglich (Verbrennung = Verbindung mit Sauerstoff).

 

Wärme Zündtemperatur

Die Verbrennung wird durch die Zündung eingeleitet. Die Zündtemperatur ist die

niedrigste Temperatur, bei der ein brennbarer Stoff an der Luft ohne Flammeneinwirkung

zu brennen beginnt.

 

Flammpunkt brennbarer Flüssigkeiten

Brennbare Flüssigkeiten brennen selbst nicht, sondern nur ihre Dämpfe. Der

Flammpunkt einer brennbaren Flüssigkeit ist die niedrigste Temperatur dieser

Flüssigkeit, bei der sich an ihrer Oberfläche ausreichend Dämpfe zur Bildung

eines entflammbaren Dampf/Luft-Gemisches entwickeln (z.B. Benzin ca. -30 °C,

Dieselkraftstoff mindestens 55 °C).

 

Die brennbaren Flüssigkeiten werden in 3 Gefahrenklassen eingeteilt:

 

 

Reaktionsbereitschaft

Die Bereitschaft brennbarer Stoffe, mit dem in der Luft vorhandenen Sauerstoff

eine chemische Verbindung in Form einer Verbrennung einzugehen, ist stark

vom Anteil des Sauerstoffes in der Luft abhängig.

Die Verbrennung brennbarer Gase und Dämpfe ist stets nur in ganz bestimmten

Mischungsverhältnissen zwischen Brennstoff und Luft möglich. Jeder Überschuss,

ob brennbare Gase/Dämpfe oder Luft, wirkt hemmend auf die Verbrennungsreaktion.

Je näher das Gas/Dampf-Luft-Gemisch am optimalen

Mischungsverhältnis liegt, desto rascher läuft die Verbrennung ab. Auch das

Fehlen oder Vorhandensein reaktionshemmender Stoffe beeinflusst den Verbrennungsablauf.

Jenes Mischungsverhältnis zwischen brennbaren Gasen/Dämpfen mit Luft, in

dem eine Zündung möglich ist, wird als Zündbereich oder Explosionsbereich

bezeichnet.

 

 

Quelle: BM.I BUNDESMINISTERIUM FÜR INNERES