Übersicht

Unfälle durch Elektrizität

 

Beim Berühren von unter Spannung stehenden Teilen besteht Lebensgefahr.

Dabei auftretende Verkrampfungen können nur gelöst werden, wenn die verunglückte

Person aus dem Stromkreis gebracht wird.

 

Bei Unfällen in Niederspannungsanlagen ist zunächst die Leitung spannungsfrei

zu schalten, da das Berühren der verunglückten Person, so lange sie sich im

Stromkreis befindet, die Helfenden gefährdet. Kann die Leitung nicht spannungsfrei

geschaltet oder durch Fachpersonal durchtrennt werden, ist die verunglückte

Person von einem gut isolierten Standort aus (trockenes Holz,

trockene Kleider, Gummimatte) aus dem Stromkreis zu ziehen. Dabei ist das

Berühren unbedeckter Körperteile mit ungeschützten Händen unbedingt zu

vermeiden. Das Anfassen sollte mittels Handschuhen, trockener Kleidungsstücke

oder an der Kleidung der verunglückten Person erfolgen.

 

Bei Unfällen in Hochspannungsanlagen darf nur das Fachpersonal des

Elektrizitätsversorgungsunternehmens eingreifen. Schon die Annäherung an

die verunglückte Person ist gefährlich und daher zu unterlassen (5 m Sicherheitsabstand).

Das Betreten der Umgebung heruntergefallener Leitungen

ist gefährlich. Die Mindestabstände zu herunterhängenden, den Boden

berührenden Leitungen,

- mindestens 10 m bis 30 KV,

- mindestens 20 m bei 110 KV,

sind so lange einzuhalten, bis das zuständige Fachpersonal des Elektrizitätsversorgungsunternehmens

die Gefahrenzone freigibt.

 

Sobald die verunglückte Person aus dem Stromkreis befreit ist, müssen sofort

alle Maßnahmen der ersten Hilfe, insbesondere die Wiederbelebung, durchgeführt

werden.

 

 

Quelle: BM.I BUNDESMINISTERIUM FÜR INNERES