Hochwassereinsätze

Aufgrund der öfteren Nachfrage jener Ereignisse wurde diese Seite erstellt.

Da die unten aufgelisteten Einsätze mittels alten Aufzeichnungen erstellt wurden, kann für die gänzliche Richtigkeit nicht gebürgt werden.

Ein ganz besonderer Dank gilt unserem verstorbenen Kameraden Anton Holzapfel, welcher durch seine detaillierte Dokumentation dies ermöglichte.

Hochwasser-Katastropheneinsatz am 12.Juli.1954

In der ersten Julihälfte dieses Jahres fällt in den Bergen bis auf 1300m Neuschnee herab, in der Ebene regnete es tagelang. Dies war der Anfang des größten Hochwassers dieses Jahrhunderts. Am 12. Juli erreichte die Donau einen Hochwasserstand von 9,20m.

Melk und Pöchlarn wurden überschwemmt. In Melk erreichte das Donauwasser bis zu den Stufen der Pfarrkirche. Viele Hektar verbautes Gebiet in Melk und Pöchlarn standen unter Wasser.

Mit 8 Mann fuhr unsere Wehr zur Hilfeleistung nach Melk. Hier dauerte der Einsatz von 7:00 bis 16:00 Uhr. Einrichtungsgegenstände und Brennholz wurden geborgen, Pölzungen vorgenommen. Von 16:00 bis 23:00 Uhr ging es anschließend weiter in Pöchlarn. Mit Zillen hievte man die Feuerwehrmänner zum Lagerhaus, wo sie bis zu den Waden im Wasser stehend, schwere Kunstdüngersäcke und landwirtschaftliche Produkte in die oberen Stockwerke schleppen mussten. Erst um 23:00 Uhr wurden die erschöpften Männer von der Feuerwehr Melk abgeholt und von Männern anderer Wehren abgelöst.

Bei diesem Hochwasser leisteten die Feuerwehren gemeinsam mit vielen hilfreichen Händen, aber auch mit den Besatzungstruppen einen enormen Beitrag zur Aufrechterhaltung der minimalsten Lebensmöglichkeiten.

In diesem Jahr sammelte unsere Wehr bei der Bevölkerung für die Hochwassergeschädigten.


Gewaltige Hochwässer im Juni und Juli in Niederösterreich.

Das Pielachhochwasser schwemmte am 2.Juli.1975, um ca. 13:30 Uhr, das nach dem Krieg von der Bevölkerung von Albrechtsberg gebaute Brückenprovisorium weg. Lediglich die widerstandsgesetzte Trinkwasserversorgungsleitung für Loosdorf verband beide Uferseiten. Die überfluteten Mühlen und Häuser entlang des Mühlbaches in Loosdorf, wurden von den Feuerwehren Schollach, Roggendorf und Anzendorf, sowie von freiwilligen Helfern aus der Westsiedlung betreut. Die gefährdeten Häuser im Altdorf (Zechmeister, Birgmayr und Morawetz), die Fabrikanlage der Fa. ELLU und ganz besonders alle Häuser in der Ofenlochstraße schützte unsere Wehr, durch in Tag- und Nachtarbeit errichteten Sandsackwälle, sowie durch Sand- und Erdaufschüttungen.

Mit über 1000 Einsatzstunden wurde das von unseren Wehrmännern bewerkstelligt.

Die Straßenverbindung nach Loosdorf war einige Wochen unterbrochen. Mit einem Hilferuf des Gemeindeoberhauptes von Loosdorf, Bürgermeister Schefbäck, an die BH in Melk, bauten die Melker Pioniere eine Notbrücke über die Pielach.

In der Zeit zwischen Brückeneinsturz und aufgebauter Notbrücke schifften die Feuerwehrmänner unseres Ortes mit der Feuerwehrzille Ortsbewohner von Albrechtsberg, Neubach und die Werksangehörigen der Fa. ELLU mit einer sogenannten Zillen-Rollfähre den Pielach Fluss über.


18. Mai: Eine Folge von katastrophalen Unwettern und das überaus rasche Anschwellen der Pielach hat am Pfingstsamstag entlang des gesamten Pielachverlauf, so auch in Loosdorf und Albrechtsberg, Katastrophenalarm ausgelöst.

Gewaltige Hochwasserrückstaus im Kanalsystem verursachten zahlreiche Kellerüberflutungen im Markt Loosdorf. Dies konnte die neue Kläranlage nicht verhindern, da sie selbst überflutet war. Aus dieser Erfahrung soll im ersten Rückstaubecken eine leistungsstarke Pumpstation eingebaut werden.

Eine Mure, ausgelöst durch wolkenbruchartige Regengüsse, verschlammte die Stiegen-, die Lindengasse und teilweise die Mauerfeld- und Ofenlochstraße samt den Anrainerhäuser. Keller mussten ausgepumpt und gesäubert, die Gassen und Straßen von den Schlammmassen gereinigt werden. Besonders die Häuser Strohmaier, Hiesberger, Kretzl und Birgmayr Franz waren davon betroffen.

28.Juli: Erneutes Pielach Hochwasser. Glücklicherweise war die Wehr schon abgesenkt, daher hielt sich der Schaden in Grenzen

4. August: Hochwassereinsatz unserer Feuerwehr in Emmersdorf (Anforderung durch den FUB-Zug)


Am 08.07 erneutes Pielachhochwasser, bei welchem unsere Feuerwehrkameraden 255 Einsatzstunden leisteten.

Hofstetten: 300m³/s, 428 cm (26j.)


Im August kam es an der Donau zu einem sogenannten „Jahrhunderthochwasser“. Bei diesem Ereignis waren unsere Kameraden ca. 700 Stunden in Melk und Schönbühel im Katastropheneinsatz.


Starke Regenfälle verursachten von 07-08 August in ganz Niederösterreich ein Anschwellen der Donauzubringer. Die Pielach erreichte einen Wasserstand von 4,15 m.

Neben den Gebäuden in der Ofenlochstraße, mussten auch welche in Neubach vor den Wassermassen geschützt werden.

Hofstetten: 256 m³/s, 415 cm (13j.)


Am Mittwoch den 24.Juni, um 4.30 Uhr wurde der Hochwasseralarm ausgelöst.
Der Pegelstand bei der Messstelle Hofstetten betrug zu dieser Zeit 4,01 m.
Durch die örtlichen Zubringer und starken Niederschlägen kommt es zu einem Pegelhöchststand der Pielach in Albrechtsberg, wie zuletzt 1975.
Neben den mittlerweile routinemäßigen Tätigkeiten mussten alle Tiere aus den Stallungen einer betroffenen Landwirtschaft evakuiert und die Eingangstüren der Wohnräume mit Sandsäcken abgedichtet werden.

All diese Tätigkeiten konnten nur durch die Unterstützung der umliegenden Feuerwehren und der Mithilfe der Bevölkerung bewerkstelligt werden.

Bei den großen Aufräumarbeiten am 25. Juni mussten neben der Reinigung der überfluteten Straßen zusätzlich ca. 750 Sandsäcke, welche am Vortag händisch befüllt wurden, wieder entleert und gereinigt werden.

Hofstetten: 271 m³/s, 424 cm (17j.)


16.Mai: Aufgrund von anhaltenden Regenfällen erreichte die Pielach einen Wasserstand von 4,27m. Neben den zu schützenden Gebäuden in der Ofenlochstraße wurde zusätzlich ein ca. 100m langer Damm aufgeschüttet. Weiters wurde mittels Sandsäcke ein Überlaufen der Pielach in die Baggerteiche verhindert. Hilfeleistung erfolgte durch die FF Loosdorf und FF Roggendorf.

Hofstetten: 330 m³/s, 450 cm (45j.)


Am 21.Juni wurde Hochwasseralarm ausgelöst. Neben den diversen Vorbereitungsarbeiten wurden Sandsäcke an den bereits bekannten Örtlichkeiten verlegt. Aufgrund des langsam ansteigenden Pegels konnte jedoch frühzeitig Entwarnung gegeben werden.


12.09 Wegen des für das kommende Wochenende prognostizierten Starkregens begannen wir am Donnerstag mit dem Befüllen von Sandsäcken. Diese positionierten wir an neuralgischen Punkten und stellten sie der Bevölkerung von Albrechtsberg-Neubach zur Verfügung.

14.09 Um ca. 14:00 Uhr unterstützten wir die FF Gossam beim Aufbau des Hochwasserschutzes in Schallemmersdorf.

Als der Pegel der Pielach gegen Abend die Vorwarnstufe erreichte, wurden die Mitglieder unserer Feuerwehr mittels Sirenenalarm alarmiert. Neben dem Befüllen weiterer Sandsäcke verlegten wir diese zeitgleich entlang der voraussichtlich betroffenen Häuser. Zusätzlich begannen wir mit regelmäßigen Erkundungsfahrten.

In der Nacht erreichte die Pielach einen Pegelstand, der den Bau eines provisorischen Dammes beim Dreispitz in Albrechtsberg erforderlich machte – ähnlich wie im Jahr 2014. Gleichzeitig informierten wir erneut die unmittelbar betroffenen Einwohner, damit sie ihre Fahrzeuge sichern konnten.

15.09 In den frühen Morgenstunden wurde aufgrund der alarmierenden Prognosen von über 700 m³/s Zivilschutzalarm ausgelöst. Diese Werte traten glücklicherweise nicht ein (Hofstetten 09:00 Uhr, Höchststand: 386 m³/s, 494 cm; Sierning 12:00 Uhr, Höchststand: 320 m³/s, 419 cm). Wir setzten alles daran, Hab und Gut bestmöglich zu schützen. Zahlreiche Einsätze – darunter Personenrettungen, Berge- und Sicherungstätigkeiten – wurden in vielen Stunden abgearbeitet. Erschwerend kam hinzu, dass auch einige unserer Kameraden von den Überflutungen betroffen waren.

Zwischenzeitlich musste der Einsatzfahrzeugverkehr von Albrechtsberg in Richtung Loosdorf und Spielberg aus Sicherheitsgründen eingestellt werden.

Aufgrund des raschen Anstiegs und der großen Intensität der Wassermassen mussten Personen per Flugrettung aus Gebäuden evakuiert werden.

Unser besonderer Dank gilt den Feuerwehren sowie den Helfern aus der Bevölkerung, die uns beim Befüllen der Sandsäcke unterstützten.

Um ca. 18:00 Uhr wurde in Albrechtsberg und der unmittelbaren Umgebung der Höchststand erreicht. Da der Pegel jedoch nur langsam sank, konnten die Aufräumarbeiten erst am Folgetag beginnen.

16.09 Mit Unterstützung weiterer Feuerwehren, des österreichischen Bundesheeres sowie zahlreicher Helfer aus der Bevölkerung begannen die umfangreichen Aufräumarbeiten, die bis zum 22.09. andauerten. Während der gesamten Einsatzdauer war in unserem Feuerwehrhaus eine Notschlafstelle im Florianisaal eingerichtet.

Aufgrund der Vielzahl an Einsätzen, Tätigkeiten, Helfern und Unterstützern verzichten wir auf eine detaillierte Auflistung.

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